Lars Riehn

Lars Riehn

„I am an independent traveler without regrets using my heart, my mind and my soul to explore the world and myself ready to share my energies along the way“

Geschäftsführer | infoWAN Datenkommunikation GmbH
Lars-Riehn

Was bedeutet Karriere für dich?

Da ich bereits im Alter von 25 mein Unternehmen gegründet habe, ist Karriere für mich der unternehmerische Erfolg. Dazu gehört neben dem erreichten Umsatz vor allem auch, das ich etwas geschaffen habe, dass nun schon seit 23 Jahren wächst und gedeiht.
Ein erfolgreiches Unternehmen steht auch zu seiner Verantwortung für die Mitarbeiter und die Gesellschaft.
Erfolg messe ich auch in langfristigen geschäftlichen und persönlichen Beziehungen. Wenn diese über Jahre und Jahrzehnte halten, ist das für mich ein toller Gradmesser für den Erfolg.
Für mich persönlich bedeutet es, Dinge tun zu können, die mir Freude bereiten und für die ich brenne.
Sehr wichtig ist mir auch das Feedback von außen und authentisch bleiben zu können.

Was inspiriert dich?

Mich inspirieren Menschen und ihre Geschichten und Erlebnisse. Ich gebe wenig auf oft ungefragte Ratschläge von Leuten, die meist selber keine Erfahrung mit einer Sache gemacht haben. Um so mehr lausche ich gebannt den Geschichten von anderen Unternehmern, wie sie zu dem geworden sind, was sie sind. Das gilt auch für Menschen, die sich selbst verändert haben und die eine Gewisse Weisheit und Klarheit gewonnen haben, wer sie sind und was sie wollen.

Im Thema Frauen-Karriere Förderung, was war deine größte Herausforderung und wie hast du diese gemeistert?

Bei infoWAN habe ich noch nie groß darauf geachtet, ob jemand alt oder jung, Mann oder Frau, Deutscher oder Ausländer oder was auch immer ist. Der Mensch muss mit seinen Werten und seinem Können passen. Fertig. Das habe ich so nie als Herausforderung gespürt.
Gesellschaftlich sehe ich eine große Herausforderung darin, Frauen in die berüchtigten MINT-Berufe zu bringen. Ich würde ja wahnsinnig gerne mehr Frauen im Support oder als Consultant einstellen. Es gibt aber viel zu wenige davon.
Bei Unternehmensgründungen ist das leider ähnlich. Wenn ich es richtig im Kopf habe, gibt es 90 % Gründer und nur 10 % Gründerinnen. Das ist eine große Herausforderung für die Gesellschaft. Da freue ich mich, dass es mehr und mehr Netzwerke gibt wie net4tec, die das Thema angehen. Denn da kann einer alleine nur scheitern.

Was ist der schlechteste Ratschlag für Förderung von Frauen-Karrieren, den jemals gehört hast?

Nicht wirklich ein Ratschlag, aber so ein Spruch, den ich schon zu oft gehört habe: „Wenn Du als Frau Karriere machen willst, musst Du ein besserer Mann werden.“ Natürlich steckt da teilweise Wahrheit und Frust drin. Aber ich bin ein großer Fan davon, unterschiedliche Perspektiven im Unternehmen zu haben. Wenn jetzt Frauen versuchen, genauso wie Männer zu sein, dann geht genau diese Perspektive verloren.

Welche Chancen siehst du für Frauen in der deiner Branche?

In der IT herrscht ein großer Mangel an Fach- und Führungskräften. Der wird eher noch zu- als abnehmen. Daher gibt es große Chancen für alle, die sich dafür begeistern können. Auch wenn nicht alles rosig ist: Themen wie Diversity werden gerade in unser Branche auch durch die großen Player aus USA getrieben. Und es gibt viele, viele Role Models in der IT.

Welches Learning würdest du anderen Männer und Frauen gerne weitergeben?

Ich bin ein großer Fan von Selbstverantwortung. Es bringt ja nichts, auf „die anderen“ oder „die Gesellschaft“ zu schimpfen. Wenn wir z.B. mehr Unternehmerinnen wollen, dann müssen immer mehr Frauen gründen. Ich glaube, die Rahmenbedingungen dafür sind inzwischen schon sehr gut. Vorbild sein, Haltung zeigen und eben auch positive Geschichten erzählen. Das motiviert dann wieder andere, sich auch zu trauen.

Was wolltest du werden, als du noch ein Kind warst?

Als Kind war ich sehr introvertiert und habe mich für Science Fiction, das Weltall und generell Physik und Chemie interessiert. Irgendwann wollte ich mal Astrophysik studieren. Rückblickend bin ich froh, dass das Universum mich auf einen anderen Weg geschickt hat.
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