Astrid Ewaz

Astrid Ewaz

„People don‘t fail, they quit.“

Projektmanagerin internationale Veranstaltungen ISC3 | Dechema e.V.
Astrid Ewaz

Was bedeutet Karriere für dich?

Für mich heißt Karriere, beruflich ankommen, etwas Sinnvolles (zusammen) schaffen, am besten mit Mehrwert für alle.

Was inspiriert dich?

Die Naturwissenschaften, heere Ideale, Sprache, Kommunikation, andere Kulturen und all die Möglichkeiten, die uns neue Technologien eröffnen. Alles, was uns weiter bringt, schneller, besser und schlauer macht. Alles, was Rätsel birgt. Forschergeist braucht immer Futter.

Bionik ist sehr interessant. In der Natur gibt es keine Verschwendung von Ressourcen. Hochinteressant ist auch der Ethik-Aspekt im Hinblick auf neue Technologien sowie die Themen Cybersecurity, Cloud, Blockchain, Kognitionswissenschaften und AI, aber auch Change und IT-Management.

Was war deine größte Herausforderung?

Mich nach einem deutschen Abitur im Ausland in Deutschland in eine Berufsausbildung einzugliedern, war bisher wohl die schwierigste Herausforderung für mich als sehr vielseitig interessierte Person.

Aber tatsächlich denke ich, meine größte Herausforderung liegt noch vor mir. Ich habe zunächst keinen Beruf in den MINT-Fächern gewählt. Nun wage ich einen Quereinstieg in meinen Wunsch-Bereich und blühe richtig auf. Es ist faszinierend, wie sich die Welt ändert, wenn man für sich den Filter wechselt.

Was ist der schlechteste Ratschlag den du jemals bekommen hast?

„Schauen Sie mal nach links, schauen sie mal nach rechts, diese Personen werden vermutlich gen Studienende nicht mehr neben Ihnen sitzen.“

Und: „Das schaffst Du nicht, überleg doch mal.“

Ich kann dazu nur sagen, für den einen ist es Entmutigung, für mich bleibt es immer Ansporn. Zuerst ist man getroffen, aber dann kann man alle Argumente, die einen aus Trotz überfluten still und heimlich für den eigenen Erfolg nutzen und stellt am Ende fest, dass es nicht die eigenen Grenzen waren, über die da gesprochen wurde.
Überhaupt ist es nicht so wichtig, was andere von einem denken, Kritiker übersehen oft Wesentliches.  

Welche Chancen siehst du für Frauen in der deiner Branche?

Flexibles Lernen und die Vernetzung von Frauen in allen nur erdenklichen Lebenssituationen sind Privilegien der heutigen Zeit.
Außerdem fangen Arbeitgeber in Deutschland langsam an, das Potential der Damenwelt zu sehen und nicht gleich aufzugeben, wenn es heißt, da kann jemand nicht Vollzeit arbeiten. Zwei Daumen hoch!

Welches Learning würdest du anderen Frauen gerne weitergeben?

Auf keinen Fall entmutigen lassen, wenn man meint, das gefunden zu haben, was man machen möchte. Der schwierigste Weg ist oft der Richtige. Man darf den Wettbewerb nicht scheuen, es geht nicht darum besser oder schlechter zu sein als andere, es geht darum gut zu sein und im selbst gewählten Fach stets noch besser zu werden.

Was sollten wir dich noch fragen, was wir noch nicht gefragt haben?

Wo sollten wir Frauen uns stärker engagieren?
Ich finde, wir brauchen außer in den Chefetagen auch unbedingt mehr Weiblichkeit in der Start-Up-Landschaft, generell in MINT-Berufen und im Finanzsektor, vor allem in den Bereichen Investitionen und Fintech.

Foto-privat-Astrid-Ewaz
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